Read Auf eine wie dich habe ich lange gewartet by Patrycja Spychalski Online

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Ein Sommer voller ErdbeerküsseAb ans Ende der Welt, heißt es für Großstadtmädchen Laura – dort, wo sich höchstens die Wildgänse und Mamas neue Hühner gute Nacht sagen. Wie soll sie es da nur aushalten? Aber das piefige Kaff hat dann doch etwas zu bieten: Enzo, den süßen Neffen des Pizzeriabesitzers, und Irina, das hübsche, durchgeknallte Mädchen, mit dem Laura sich auf AnhEin Sommer voller ErdbeerküsseAb ans Ende der Welt, heißt es für Großstadtmädchen Laura – dort, wo sich höchstens die Wildgänse und Mamas neue Hühner gute Nacht sagen. Wie soll sie es da nur aushalten? Aber das piefige Kaff hat dann doch etwas zu bieten: Enzo, den süßen Neffen des Pizzeriabesitzers, und Irina, das hübsche, durchgeknallte Mädchen, mit dem Laura sich auf Anhieb versteht, Musik hört, am Bach herumliegt und … dann passiert es: Auf einer Party küsst Irina Laura – und Laura küsst Irina. Doch so unerwartet schön, so schrecklich verwirrend sind ihre Küsse auch. Bin ich lesbisch?, googelt Laura. Und wenn ja, warum dann dieses irre Kribbeln, wenn sie Enzo sieht?...

Title : Auf eine wie dich habe ich lange gewartet
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ISBN : 9783570309735
Format Type : Paperback
Number of Pages : 320 Pages
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Auf eine wie dich habe ich lange gewartet Reviews

  • Tanja Voosen
    2019-05-14 14:11

    BuchgestaltungDie Aufmachung des Buches ist schlicht und nicht unbedingt sommerlich, aber ich finde sie trotzdem sehr schön. Der Verlag hätte natürlich irgendein Pärchen auf das Cover klatschen können, aber dann hätte dies wirklich viel über den Inhalt ausgesagt – oder umgekehrt, zu wenig, denn die Protagonistin steht zwischen zwei Stühlen. Der Titel passt super zum Inhalt und findet sogar im Text Erwähnung.MeinungPatrycja Spychalski steht für mich für gute deutsche Jugendbuchliteratur. Ihre Geschichten sind immer süß, sommerlich und irgendwie anders-romantisch. Obwohl sie viele uns Lesern bekannte Themen wie Freundschaft und erste Liebe in ihren Büchern behandelt haben diese immer etwas ganz Eigenes. So war das auch bei `Auf eine wie dich habe ich lange gewartet´ und von der ganzen Stimmung und leichten Atmosphäre hat mir dieses Werk der Autorin von all ihren Büchern bisher am besten gefallen. Was ich besonders an ihren Romane mag ist, dass den Figuren so gut wie nie ein „Label“ aufgedrückt wird. Neben üblichen Schubladendenken hat die Autorin eine sehr reale und gute Einstellung gegenüber dem Leben und das spürt man beim Lesen jedes Mal von neuem. Hier war das Gefühl besonders präsent.Laura zieht von der Stadt in ein Dorf und denkt, dass ihr Leben nun endgültig den Bach runtergeht. In ihrer neuen Heimat schließt sie direkt Freundschaft mit der exzentrischen und quirligen Irina, die Lauras Leben um einiges aufregender macht, als diese sich zu Beginn der Freundschaft eingestehen möchte. Neben Irina nähert sich Laura aber auch Enzo an und im Verlauf der Geschichte überrumpeln ihre Gefühle sie immer wieder und ein kleines Chaos entsteht – Sie muss sich entscheiden. Und obwohl das alles jetzt nach einem komplizierten Liebesdreieck klingt ist das überhaupt nicht der Fall. Die Figuren spielen sich nicht gegeneinander aus oder Laura wechselt zwischen den beiden Love-Interest hin und her und man muss den Kopf schütteln oder die Augen rollen wegen all dem Teenie-Drama. Stattdessen war die Handlung überraschend erfrischend und einfach anders.Die Protagonistin Laura war mir vom Fleck weg sympathisch. Dieses typische Umzugsszenario, das es in vielen Bücher gibt, war auch hier wieder einer der Gründe, warum ich sie so gut verstehen konnte. Veränderungen jeglicher Art bringen vieles durcheinander und es ist verständlich, wenn einem das schlechte Laune beschert. Trotzdem hat Laura ihre Gefühle nie an ihrer Familie ausgelassen, sondern versucht sich irgendwie damit abzufinden bzw. sich auf etwas Neues einzustellen. Sie macht zwar nur eine kleine Entwicklung innerhalb des Buches durch, was aber daran lag, dass sie als Figur von Beginn an sehr gut gezeichnet und beschrieben war. Irina ist da schon etwas wilder und es war nicht immer so leicht, ihre Beweggründe verstehen zu können. Die beiden Mädchen waren richtige Gegensätze. In Enzo hatte Laura dann den Ruhepol in ihrem Leben. Allgemein war die Dynamik der drei Figuren echt schön gemacht und irgendwann hat man sie alle ins Herz geschlossen.Es ist schwer etwas über die Liebesgeschichte zu sagen, ohne etwas zu verraten. Die großen Fragen lauten wohl: Für wen entscheidet Laura sich? Wie sieht ihre sexuelle Orientierung aus? Und was geht eigentlich in ihrem Kopf – und Herzen – vor sich. Auf eine ganz locker-leichte Weise wurde hier das Problem geschildert, wie es ist jung zu sein und verschiedene Gefühls-Phasen zu durchlaufen. Es könnte schließlich jedem von uns passieren, dass einen die eigenen Gefühle einen Strich durch die Rechnung machen. Auch, wenn es einige süße Stellen gab, so basierte die Handlung doch mehr auf dem Thema Freundschaft. Es wurde nie wirklich kitschig oder man wurde mit Lebensweisheiten bombardiert, sondern die Atmosphäre im Buch hatte etwas schön ruhiges, einfühlsames und dieses Feel-Good-Summer-Ding im Gepäck.Wie bei allen Büchern der Autorin war auch dieses hier wieder recht kurz – Ich wünsche mir bei Spychalski Büchern irgendwie immer ein paar Kapitel mehr. Der Plot ist sehr gut durchdacht, strukturiert und man ist schnell mit dem Lesen durch, das muss man der Autorin (immer) zu Gute halten, aber besonders am Ende hätte ich gerne noch weiter gelesen oder zumindest einen größeren Ausblick auf das gehabt, was für die Figuren nun ansteht. Lauras Entscheidung kam mir etwas grob vor.FazitAuf eine wie dich habe ich lange gewartet ist eine schöne Sommerlektüre voller Aufregung, Gefühlen und dem anders-sein. Die Autorin hat es wunderbar gemeistert bei dem etwas schwierigem Thema Gefühle nicht zu kurz kommen zu lassen und ihre Figuren absolut nicht in die bekannten Schubladen zu stecken.

  • Marleen Rummeling
    2019-05-01 16:09

    3,5

  • Angela Adams
    2019-05-19 18:09

    Habe es in einem Tag gelesen, jedoch sehr viel mehr erwartet. Konnte mich fast gar nicht mit den Charakteren identifizieren, sie waren allgemein ziemlich 'hohl'.

  • Shiku
    2019-05-24 17:19

    Ich hab erst kurz vor Erscheinen von “Auf eine wie dich habe ich lange gewartet” erfahren und mich spontan auf das Buch gefreut. Gleichzeitig bin ich mit vielen, aber auch mit gar keinen Erwartungen an dach Buch rangegangen. Passt so nicht? Lasst mich das mal erklären: Patrycja Spychalskis neuestes Buch ist eine Sommergeschichte, eine reine Romanze und das ist normalerweise nicht ganz mein Genre. Dann gab es aber Ausblick auf eine Protagonistin, die weder hetero noch lesbisch ist, etwas das ich bei einem original deutschsprachigen Buch so schnell nicht erwartet hatte. Gleichzeitig konnte ich auch nicht glauben, dass eine Protagonistin in so einem Buch einfach mal bi oder pan oder anderweitig multisexuell sein kann, so wie es mit lesbischen und vor allem schwulen Charakteren schon eher zu klappen scheint. Von daher: hohe Erwartungen und dann doch wieder keine.Am Ende lag ich nicht falsch. Es ist ein Sommerbuch, zwar auch nicht durchweg eine Romanze, aber Lauras Verliebtsein steht im Vordergrund und andere Themen, wie das Loslassen von Freunden nach einem Umzug, spielt sich eher nebenbei im Hintergrund ab. Und Laura und Irina sind … nun, höchstwahrscheinlich – in dem Moment – nicht lesbisch, so viel ist sicher. Andere Optionen werden aber nie genannt, die Protagonistin überlegt kein einziges Mal, ob sie vielleicht bisexuell ist (da das von den Sexualitäten außerhalb Homo- und Heterosexualität noch die bekannteste ist), der Begriff fällt einfach nicht. Ob das nun der Fall ist, weil es so sein soll, oder weil die Autorin das selbst nicht auf dem Schirm hatte – wer weiß? Warum ich mir gewünscht hätte, dass es doch wenigstens mal erwähnt wird, erklär ich später etwas genauer.Die Geschichte an sich ist meistens das, was bei so einem Buch klassicherweise erwartet werden kann. Das Stadtmädchen findet es auf dem Dorf erst mal überhaupt nicht toll, was vollkommen verständlich ist, das ehemalige Dorfmädchen (aka mich) aber auch sehr amüsiert hat. Diese Stadtmenschen haben ja keine Ahnung … am Ende merkt sie das dann aber auch, zumindest ist das Dorf zeitweilig doch eine schöne Kulisse für ein Leben. Die Menschen, die dort leben, sind auch nicht alle gleich. Zwar bedient das Buch erst mal das Klischee von den simplen Dorfjugendlichen in der Klasse, von Irina und Enzo mal abgesehen, aber später stellt sich dann doch heraus, dass zum Beispiel Melanie, ein Mädchen, das “Plastikpopmusik” hört, Glitzerröcke trägt und mit den anderen auf dem Nettoparkplatz abhängt und den Jungs beim Schrauben am Moped zuguckt, an sich kein schlechter Mensch ist und Laura auch willkommenheißen will. Und ja, viele der Jugendlichen dort sind homophob und ein kleiner Teil auch gewalttätig, das ist letztlich eine Frage von Realitätsnähe (wie es in der Stadt auch wäre). Aber das Buch verfällt nicht in die “ich bin besonders, und meine zwei Freunde auch, aber alle anderen sind doof”-Narrative. Außerhalb der Schule sind die Leute überraschenderweise auch ganz nett, wer hätte das gedacht. Und so findet sich das Buch immer zwischen Klischee und etwas ganz Eigenem wieder, ohne je das eine oder andere zu sein. (Was an sich nichts Schlechtes ist.)Bei einer Sache bin ich echt nicht sicher, ob’s einfach nur an mir liegt: Auf mich wirkte der Text manchmal etwas gestelzt oder künstlich und ich war mir nicht sicher, ob der Text wirklich nach Sechzehnjährigen klingt oder nach einer Erwachsenen, die es versucht. Allerdings sind meine Tage als Sechzehnjährige schon eine Weile her und ich hab seit langem auch keine Bücher mehr auf Deutsch gelesen. Vielleicht bin ich’s in Büchern einfach nicht mehr gewöhnt? Letztendlich war es auch kein übermäßiges Problem.Was wirklich niedlich war, waren die Beziehungen zwischen Laura, Irina und Enzo. Als Laura im Dorf ankommt, ist Enzo die erste Person, die sie aus ihrer Klasse trifft und er ist nett. Und Irina ist die erste Person, die wirklich Lauras Blick auf sich zieht. Laura hat recht schnell einen Crush auf Enzo mit seinen zwei schiefen Zähnen und seiner freundlichen Flirterei, auch wenn sie gerade anfangs nicht so recht darauf zu reagieren weiß und so richtig befreundet sind sie zunächst auch nicht. Irina ist erst mal ihre Freundin, aber bald beginnt Laura, sie auch anders wahrzunehmen, sich ihres Körper bewusster zu sein und als Irina sie dann küsst, hat Laura absolut nichts dagegen. Und siehe da, bald werden Küsse in verschiedenen Geschmacksrichtungen ausprobiert. Ganz ohne Drama kann das Ganze natürlich nicht ablaufen, und damit meine ich nicht nur, dass nicht alle aus der Klasse gut auf Irinas und Lauras Kuss reagieren. Irina und Enzo waren selbst mal Freunde, haben sich dann aber zerstritten/auseinander gelebt und dass sie jetzt beide Laura mögen, macht Interaktionen seltsam und unangenehm für Laura. Und nur dass Irina und Laura hin und wieder knutschen und generell viel Spaß miteinander haben (nein, das ist keine Sexmetapher), heißt nicht, dass das alles so einfach ist.Was uns wieder zur zentralen Frage – für Laura – zurückbringt: Ist Laura lesbisch? Es ist eine Frage, die sie sich selbst wiederholt stellt und das auch am Ende noch. Eine Antwort gibt es nicht so recht, wobei: Beide stellen relativ schnell fest, dass sie nicht lesbisch sind, und beide haben auch Gefühle für Jungs, die ihnen sehr wichtig sind. Klingt das nach Fällen, in denen sie das erzwingen, um den gesellschaftlichen Norman entsprechen können? Eher weniger, zumal sie dann sicherlich versucht hätten, Abstand voneinander zu nehmen. Und trotzdem ist die Frage bis zum Schluss: Ist Laura lesbisch? Es ist eine Frage, die Unsicherheit mit sich bringt und die Laura auch belastet. Es tut ihr wahnsinnig gut, wann immer sie mal mit wem darüber reden kann. Und selbst ihre Mutter, die selber ihre Erfahrungen gemacht hat, bietet nicht mehr als: Vielleicht bist du lesbisch, vielleicht nicht, Hauptsache du bist glücklich. Was an sich gut ist und selbst ein Kommentar à la “vielleicht ist es eine Phase” ist nicht dazu gedacht, Lauras Gefühle zu negieren, sondern um zu untermauern, dass es vielleicht nur etwas für den Moment ist, vielleicht bleibt es und wie auch immer Laura sich entwickelt, es ist okay. Aber wisst ihr, was in solchen Momenten auch hilft? Einen Namen zu haben. Zu wissen, dass es da einen Begriff gibt (oder mehrere), denn das sagt mir, dass es noch mehr Menschen gibt, denen es ganz genauso geht. Mit denen ich reden könnte, wenn ich wollte. Deswegen hätte ich es vor allem auch für Leser_innen wichtig gefunden, andere Optionen außer Hetero- und Homosexualität wenigstens mal zu nennen (ob Laura das dann für sich annimmt, ist ja noch mal was ganz anderes). Denn manchmal geht’s den Leuten ganz genauso wie Laura und sie wissen die Gefühle nicht so recht einzuordnen. Dann über andere Optionen zu stolpern und zu merken, dass es da eine Ecke gibt, zu der mensch dazugehören könnte, das kann sehr erleichternd und hilfreich sein. Und für wen werden die Bücher denn geschrieben, wenn nicht für Leser_innen?Abgesehen davon unternimmt das Buch aber nichts, um Lauras Gefühle in Frage zu stellen oder zu sagen, dass sie das nur aus … welchen Gründen auch immer tut, die nichts damit zu tun haben, dass sie einfach Irina und Enzo mag. Lauras Gefühle sind legitim, und ja, sie ist ein bisschen verwirrt – aber nur darüber, ob sie denn jetzt lesbisch ist oder nicht. Was ich besonders mochte: Das Buch betont, dass sich Sexualität auch ändern kann, ohne die momentanen Gefühle als nichtig zu erklären. Ob das so beabsichtigt war, weiß ich nicht, aber als Ergebnis ist es schön.Das waren jetzt sehr lange Ausführungen und am Ende doch nur drei Sterne? Zum Großteil hat es damit zu tun, dass es als Buch nicht ganz mein Genre ist und auch wenn es da nicht gänzlich klischeehaft ist, bricht es nicht so sehr aus den Gewohnheiten aus, um mich von den Socken zu hauen. Und ja, ich war auch enttäuscht, das Multisexualität nicht mal ansatzweise diskutiert wird, mal abgesehen davon dass Irina und Laura es sind. Aber wenn ihr solche Bücher mögt: go for it. Es ist ein kurzweiliges Buch über ein verliebtes Mädchen und wie das mit 16 halt so ist, ist das manchmal ein wenig kompliziert, aber auch nicht so schlimm, dass das Buch nichts mehr für zwischendurch wäre.

  • Patchis Books
    2019-05-02 14:05

    INHALT:Ab ans Ende der Welt, heißt es für Großstadtmädchen Laura – dort, wo sich höchstens die Wildgänse und Mamas neue Hühner gute Nacht sagen. Wie soll sie es da nur aushalten? Aber das piefige Kaff hat dann doch etwas zu bieten: Enzo, den süßen Neffen des Pizzeriabesitzers, und Irina, das hübsche, durchgeknallte Mädchen, mit dem Laura sich auf Anhieb versteht, Musik hört, am Bach herumliegt und … dann passiert es: Auf einer Party küsst Irina Laura – und Laura küsst Irina. Doch so unerwartet schön, so schrecklich verwirrend sind ihre Küsse auch. Bin ich lesbisch?, googelt Laura. Und wenn ja, warum dann dieses irre Kribbeln, wenn sie Enzo sieht?MEINE MEINUNG:Patrycja Spychalski stand auf meiner Must-Read-Liste ganz ganz ganz weit oben. Es gibt so viele Booktuber und Buchblogger, die diese Frau regelrecht in den Himmel loben und ich sah es immer als Schande, dass ich noch kein einziges Buch von ihr gelesen habe. Das konnte ich nun ändern, und zwar dank des cbt-Verlags, der mir freundlicherweise dieses Buch als eBook zur Verfügung stellte. Meinen herzlichsten Dank dafür! Nun aber zu meiner Meinung:Der Einstieg fiel mir relativ leicht. Alles beginnt damit, wie Laura zusammen mit ihren Eltern in ihr neues Zuhause fährt - nämlich aufs Land. Ich war ziemlich rasch in der Geschichte drin und musste immer wieder schmunzeln, wie angewidert Laura doch ist, nur weil sie das Stadtleben hinter sich lassen muss um in einem Dorf - pardon - einer Kleinstadt zu leben.Laura als Protagonistin gefiel mir gut. Sie trug ihr Herz am rechten Fleck und war durchaus authentisch. Hin und wieder hatte ich zwar das Gefühl, ein 6jähriges Kind vor mir zu haben, doch ihre zickige und trotzige Reaktion war durchaus nachvollziehbar; selbst ich wäre nicht begeistert wenn meine Eltern einfach über meinen Kopf hinweg entscheiden, dass ich alles hinter mir lassen und mitten in der Einöde neustarten muss. Dennoch ging sie mir hin und wieder mal kurzzeitig auf den Keks, ehe sie sich wieder einkriegte und die verspielten Sympathiepunkte wieder einsammeln konnte. Alles in allem sprach mich Laura schon an, auch wenn sie mich mit ihrer flatterhaften Art und dem Hin und Her ein wenig nervte. Irina, die quasi als zweite Protagonistin fungierte, war mir allerdings garnicht sympathisch und ihre Art ging mir gehörig gegen den Strich. Sie wirkte permanent sehr besitzergreifend und rechthaberisch, und wenn es nicht nach ihren Kopf ging, war sie eingeschnappt und beleidigt. Es gab nicht nur eine Szene, bei der ich die Augen verdrehen musste. Enzo hingegen hat mein Herz im Sturm erobert. Seine Ecken und Kanten machten ihn sehr liebenswert und meiner Meinung nach war er die einzig wahre Person, die man durchweg mögen konnte. Alle weiteren Figuren wie beispielsweise Laura's Eltern, Marlene oder die Klassenkameraden waren recht klischeehaft, wenn auch nich so überspitzt wie ich befürchtet hatte. Letztlich waren alle Charaktere bildhaft und real dargestellt worden und jeder war auf seine Art lebensnah.Der Stil sprach mich hingegen wieder total an. Das Buch konnte mich allein durch die Worte fesseln und überzeugte in dieser Hinsicht auf ganzer Linie. Der gewählte Schreibstil ließ ausreichend viel Platz für eigene Fantasien, schaffte aber dennoch eine Atmosphäre und beschrieb das Landleben derart schön, dass ich auf einmal auch wieder zu schätzen wusste, mitten in der Pampa zu leben. Obwohl ich sagen muss.. das Örtchen im Buch wurde immer wieder als Dorf abgestempelt obwohl es ca. 8000 Einwohner hatte - ich lebe in einem Dorf mit 1100 Einwohnern :DDie Idee gefiel mir soweit auch ganz gut. Anfangs empfand ich es noch als wahnsinnig spannend, Laura auf ihren Weg in ein neues Leben zu folgen, doch nachdem meine Abneigung gegenüber Irina immer mehr wuchs, verflog auch die Spannung. Es fiel mir zunehmend schwerer, wirkliche Freude an dem Buch zu finden, wobei .. es gab durchaus Szenen, in denen ich mitfühlte und das ganze Chaos in Laura's Kopf nachvollziehen konnte. Dennoch wurde der Lesespaß deutlich getrübt und die Nerven an mancher Stelle doch sehr strapaziert. An und für sich packte mich das Buch dann einfach nicht mehr wirklich und ich las, um es letztlich gelesen zu haben. Der Schluss war noch einmal eine Wendung, mit der ich so niemals gerechnet habe. Dennoch war auch das kein absolutes Highlight. Allgemein schien mir der Schluss recht offen gehalten & ich bin mir nahezu 100% sicher, dass es keinen zweiten Band geben wird. Schade drum, ich hätte wenigstens ein paar Fragen beantwortet gehabt. FAZIT:Letztlich war ich von dem Buch doch enttäuscht. Meine anfängliche Begeisterung ließ schnell nach und die Lesefreude verflog immer mehr. Ich habe mir so viel von Patrycja Spychalski versprochen und letztlich bleibe ich völlig ratlos zurück. Obwohl ich weiß, dass viele Fans schon verlauten ließen, dieses Buch sei nicht ihr bestes Werk, hatte ich doch mehr erwartet und vor allem, sympathischere Figuren. Das Gezicke und die Trotzigkeit ließen mich immer wieder mit den Augen rollen. Schade drum, aber ein völliger Reinfall war es zum Glück ja dann doch auch nicht. Es gab immer wieder eine emotionale Spannung, wenngleich die doch auch mehr zur Seltenheit gehörte.3 VON 5 MÖGLICHEN STERNEN

  • Tintenwelten
    2019-04-27 11:16

    Laura zieht mit ihren Eltern zusammen aufs Land, weil ihr Vater dort einen neuen Job gefunden hat. Für sie als typisches Großstadtmädchen kann es erstmal nichts schlimmeres geben. Sie ist sich sicher, dass sie sich langweilen wird und es ihr dort gar nicht gefallen kann. Doch dann treten zwei Menschen in ihr Leben: Auf der einen Seite Enzo, der so süße Zähne hat und auch so immer sehr nett zu ihr ist und ihr immer ein offenes Ohr schenkt. Auf der anderen Seite ist Irina, die eine Außenseiterin ist, weil sie einfach anders ist als die Anderen und immer zu ihrer Meinung steht und diese auch lauthals vertritt. Besonders mit Irina verbringt Laura sehr viel Zeit und plötzlich kommt es auf einer Party zu einem Kuss zwischen den beiden. Dies stürzt Laura in ein komplettes Gefühlschaos. Ist sie jetzt lesbisch? Und wieso fühlt sie sich dann trotzdem zu Enzo hingezogen?Das Buch beschreibt glaubhaft die Gefühle der 16-jährigen Protagonistin, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Sie fühlt sich hin- und her gerissen zwischen ihren beiden Freunden, ist sich ihrer Gefühle unsicher und hat Angst vor den Reaktionen ihrer Umwelt. Sie macht im Verlauf des Buches eine große Entwicklung durch. Ist sie anfangs eher zickig und bockig, so sieht sie doch bald einige Fehler ein und verändert auch manche Ansicht. Überhaupt wirkt sie zum Ende hin erwachsener und reifer.Alle drei Protagonisten – Laura, Irina und Enzo – sind mir von der ersten Seite ans Herz gewachsen. Alle haben etwas ganz besonderes und sind sehr interessante Charaktere mit ihren ganz persönlichen Eigenheiten und Baustellen im Leben.Eine wirklich klasse umgesetzte Geschichte über die Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe, über Freundschaft und Neuanfänge.

  • Melancholia
    2019-04-24 16:25

    Für Laura bricht die Welt zusammen. Da ihr Vater ein neues Jobangebot bekommen hat, zieht sie mit ihrer Familie aus der Stadt aufs Dorf. Sie tut sich schwer es zu akzeptieren und plant, direkt nach dem Abi wegzuziehen. Doch als sie Enzo und wenig später Irina kennenlernt, beginnt sich der Plan etwas aufzulösen. Enzo ist süß, doch als Irina und Laura sich küssen, beginnt ein Gefühlschaos, das nach Entscheidungen ruft...Vielleicht fange ich damit an, was ich mir bei diesem Buch vorgestellt und erhofft habe. Ich wusste, dass es ein Buch ist, das vor allem für die jüngeren Menschen unter uns gedacht ist, dennoch erwartete ich eine klare Message und ein wenig tiefgründige Gedanken, da es sich um ein wichtiges Thema handelt und für mich persönlich der Titel des Buches etwas tiefgründiger rüberkommt.Aus diesem Grund (und dem wunderschönen Cover) wollte ich es wirklich gerne lesen und als ich anfing, war ich auch angetan - vom lockeren, angenehmen Schreibstil, die schöne Beschreibung der Umgebung (vor allem Lauras neuem Haus) und zum Teil den Charakteren.Enzo scheint ein sehr netter und kluger Junge zu sein, aber vor allem Irina war sehr detailliert herausgearbeitet, manchmal sogar mehr, als die Hauptprotagonistin selbst.Sie ist spontan, frech aber dennoch sympathisch, sprunghaft, alternativ und schwimmt gegen den Strom.Laura ist ebenso sympathisch, etwas unsicherer und kann sich selbst gut objektiv betrachten, z.B. fällt ihr auf, dass ihr miesepetriges Verhalten beim Umzug nervig ist.Aber bei diesem Dreieck bleibt es auch, denn die anderen Charaktere sind etwas schwächer.Dies lenkt natürlich den Fokus auf das Wesentliche - das Beziehungsgespann der 3 Jugendlichen.Allerdings fand ich Irina und Laura einfach toll zusammen, so unbekümmert und leicht und vor allem zeigten sie, dass Homosexualität etwas normales ist, bis zum Schluss zumindest...Die Beziehung zwischen Enzo und Laura war mich nicht ganz klar, denn bis auf ein paar Momente, haben sie nicht viel zusammen erlebt, sodass die Gefühle Lauras Enzo gegenüber nicht so realistisch waren, wie die zu Irina.Ich finde es schade, dass der Kuss vorweggenommen wurde, denn es handelt sich um eine Schlüsselszene die überraschen sollte, man hat allerdings die ganze Zeit darauf gewartet, was die Überraschung ziemlich gebremst hat. Man hätte hier auch einfach schreiben können, dass Laura Enzo toll findet, aber auch ein Auge auf Irina wirft.Die Geschichte behandelt ein sehr wichtiges Thema und war der Hauptgrund, wieso ich dieses Buch lesen wollte.Homosexualität ist etwas, was die meisten jungen Menschen verwirrt, wenn sie es selbst erleben, da die Gesellschaft nicht in der Lage ist, es als normal anzusehen. Deswegen war Lauras Verwirrtheit und Gefühlschaos realistisch dargestellt und verständlich - sie wächst eben in einer Gesellschaft auf, in der Hetero als Norm gilt.Was mich allerdings gestört hat, waren ein paar Aussagen und Handlungen, die den Wert dieser Message und die Message selbst geschwächt haben und die, besonders mit Hinblick auf die junge Zielgruppe, etwas unglücklich gewählt waren.Bis zum letzten Drittel des Buches war ich angetan, auch wenn das Thema gar nicht so im Vordergrund stand, aber ich wurde unterhalten und man konnte eine kleine Message herauslesen.Als die Dinge dann ihren Lauf nahmen, bekam die Geschichte einen seltsamen Beigeschmack, der so sicher auf keinen Fall gedacht war und vielen eventuell gar nicht so bewusst wurde.Aber als Person, die sich sehr viel mit solchen gesellschaftlichen und menschlichen Themen auseinandersetzt, habe ich das Buch mit anderen Augen gelesen und war zum Ende hin wirklich verwirrt, weil ich gar nicht mehr wusste, ob das Buch überhaupt eine Message trägt und ob es nicht im Endeffekt doch "nur" eine leichte Geschichte für nebenbei ist, der ich keine besondere, positive Wirkung zuschreiben würde.Grund dafür war eine Reaktion von Irina, die der Geschichte das besondere wieder etwas nahm. Natürlich werde ich es jetzt nicht verraten - das müsst ihr selbst lesen - aber vielleicht fällt es euch ja sogar selbst auf!Zudem war für mich diese Reaktion auch keine Überraschung und vorhersehbar, was auch etwas schade ist.Ein anderer Grund waren ein paar Kommentare, die ich nicht alle näher erläutern kann da ich sonst zu viel vorwegnehmen würde. Z.B sagt Enzo etwas auf der vorletzten Seite des Buches, das ein typisch gesellschaftliches Bild ist, nämlich die Sexualisierung von lesbischen Beziehungen und da war ich sehr überrascht, denn Enzo war zuvor jemand für mich, der sehr klug schien und jemand war, der sich nicht von solchen Missverständnissen der Gesellschaft hat einlullen lassen, da er ja selbst eher Einzelgänger war bzw. mit vielen nicht zurecht kam.Für mich bekam das dann alles dann einen bitteren Nachgeschmack, vor allem als ich mir überlegt habe, dass solche gesellschaftlichen und nicht guten Bilder an die jungen Leser weitergegeben werden und als "normal" abgestempelt werden, da es ja von einem Protagonisten kam, der eben sympathisch und klug wirkte.Natürlich ist das eine realistische Darstellung, da nicht viele Teenager sich solche Gedanken über die Gesellschaft machen und wissen, dass es falsch ist, aber solch eine Message in die Welt zu tragen kam mir dann doch zu unpassend vor.Generell waren es mehrere kleine Dinge, die die eigentliche Message für mich abgeschwächt haben und mir die Lust auf das Buch, die ich vorher sehr hatte, auch etwas nahmen, obwohl ich natürlich nicht denke, dass sie so gemeint waren!Das Ende kam mir außerdem etwas zu abrupt und wirkte zu geplant bzw. zu schnell abgehandelt um eine tiefgründigere Geschichte zu sein.Deswegen war das Buch zusammenfassend für mich eine leichte Sommerlektüre, deren Message leider sehr geschwächt wurde und somit, für mich, nicht als "besonders" oder neuartig empfunden wurde, sondern als normales Buch für junge Teenager, mit tollem Schreibstil und schöner Umgebung - also perfekt für den Sommer!Um es mit dem tollsten Satz des Buches zu beenden, der von Lauras Mutter stammt:"Findest du nicht, dass es letztendlich ein Mensch ist, in den man sich verliebt?"Um es kurz zu sagen - diese Message hatte ich mir erhofft und leider nicht ganz vorgefunden, aber dennoch nette Unterhaltung!

  • Books'N'Tracks
    2019-04-28 19:29

    Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Der Schreibstil von Patrycja Spychalski ist flüssig und atmosphärisch, aber leider eher die Umgebung betreffend. Ich konnte mir Lauras Zimmer, den Ausblick aus ihrem Fenster, die Schule, die Gänse, die Felder, einfach das gesamte Umfeld super gut vorstellen. Man hatte das Gefühl wirklich dort zu sein. Leider konnte die Autorin das bei den Beziehungen nicht umsetzen. Ich weiß nicht, ob es vielleicht einfach an mir liegt, aber auch diesmal kamen bei mir kaum Emotionen an. Das mag vor allem an dem Thema liegen. Ich kann nicht darin hineinversetzen, wie es ist, etwas für ein Mädchen zu empfinden. Auch das Ende war mir persönlich zu aprubt und vor allem zu vorhersehbar. Leider waren die letzten Kapitel auch nicht wirklich glaubwürdig. Ich möchte niemanden spoilern, aber die, die es bereits gelesen haben, dürften wissen, was ich meine. Alles in allem, bekommt das Buch seeeeeehr schlechte 3 Sterne von mir, aber ich bin guter Dinge, denn selbst einige ausgemachte Fans der Autorin fanden dieses Buch eher weniger gut :)

  • Fantasie Träumerei
    2019-05-16 17:07

    "Ist das jetzt hier wirklich mein Zuhause? Am meisten graut es mich davor, am Montag in meine neue Klasse zu kommen. Ich will gar keine neuen Freunde, ich habe schon genug alte Freunde. In meinem Herzen ist überhaupt kein Platz für irgendwelche Dorfjugendlichen."Laura, Stadtmädchen durch und durch, zieht aufs Land. Papa hat dort eine neue Stelle bekommen, und er und Mama freuen sich auf das neue Haus, das in einer ruhigen und idyllischen Gegend liegt. Zu ruhig nach Lauras Geschmack. Und sowieso und überhaupt, möchte sie weder woanders wohnen, noch neue Freunde finden. Denn ihre alten Freundschaften sind ihr wichtig und eben auch nicht so leicht zu ersetzen.Die neue Schule scheint ganz okay zu sein. Die Schüler sind nett zu ihr, haben aber ganz andere Hobbys und Interessen, als in ihrer Heimatstadt. Einzig Enzo, der süße Halbitaliener, und Irina, die etwas verrückt ist und sich von den anderen abgrenzt, scheinen mit ihr auf einer Wellenlänge zu liegen. Mit Irina entwickelt sich etwas, das eine gute Freundschaft werden könnte. Doch dann küsst Irina Laura in aller Öffentlichkeit. Das Gefühl, das sie damit bei Laura auslöst, ist eigentlich ein ganz schönes." 'Ich meine, dass küssen so großartig ist ... In jedem Film ist der Kuss der absolute Höhepunkt, dieses sich in die Augen schauen, und die Lippen sind kurz davor, sich zu berühren, aber man hält noch inne, wartet auf den Augenblick, bevor die Bombe hochgeht, bevor es einen in Stücke reißt! Keine Ahnung, warum Leute so Ersatzzeug brauchen wie Bungeejumping oder Koks oder Paintball. Sie müssen einfach mehr küssen!"Patrycja Spychalski zählt zu meinen LieblingsautorenInnen, seit ich ihren Roman "Fern wie Sommerwind" gelesen habe. Aus dem Herzen spricht sie mir mit ihren Bücher "Ich würde dich so gerne küssen" und "Der eine Kuss von dir" und auch Kims und Jacobs Reise durch die Nacht ("Bevor die Nacht geht") habe ich sehr gerne begleitet. Lieblingsautorinnen sind aber nicht nur da, um deren Bücher bedingungslos anzuschmachten, sondern auch, um Diskussionsgrundlage zu bieten und beim Leser anzuregen, auch nach beenden des Buches noch ein wenig darüber nachzudenken. Das hat sie mit "Auf eine wie dich habe ich lange gewartet", das ich innerhalb weniger Stunden verschlungen habe, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte weiter verlaufen und enden wird, absolut geschafft.Grund dafür sind zum einen das Thema Toleranz, zum anderen die Figur der Irina. Toleranz ist ja so eine Sache. Man spricht davon, erwartet sie von anderen, sollte aber auch immer darauf achten, dass man selbst nicht vergisst, tolerant zu sein. Ich fühle mich da selbst angesprochen, denn mich regt zwar auf mit welcher Skepsis die "Dorfjugendlichen" Laura entgegen stehen, vor allem nachdem sie und Irina sich geküsst haben, mit welchen Vorurteilen aber auch Laura ihnen entgegen tritt, bin aber selber wenig tolerant gegenüber Irina. Sie ist diejenige, von der die Aussage "Auf eine wie dich habe ich lange gewartet" getätigt wurde. Gemeint ist damit Laura, die einfach mehr zu Irina passt, als die anderen Mädchen im Ort. Ähnlicher Musikgeschmack, ähnliche Interessen und dann sind da auch noch die Schmetterlinge, die sich beim Anblick der jeweils anderen einstellen. Klingt zunächst positiv und dennoch habe ich das Gefühl, das Irina Laura für ihre Vorteile, zu ihren Gunsten nutzt und bin mir gar nicht so sicher, wie sie diese Aussage genau gemeint hat, was sie von Laura erwartet. Ich frage mich, ob mein Blick da zu verbohrt ist, ob ich mich für die "besondere Liebesgeschichte", die im Klappentext angepriesen wird, nicht öffnen kann, oder ob ich Irina da einfach falsch einschätze?Sie ist auf jeden Fall der Grund, warum ich dem Roman Punkte abziehe, denn ich muss einfach eine Harmonie zwischen mir und den Protagonisten spüren. Eben irgendwie passend zu dem Gedanken, dass es eigentlich egal ist, wo du lebst, Hauptsache du hast Menschen um dich herum, die dich mögen und die du magst. Mit Laura und Enzo und einigen der Nebendarstellern war das so. Die sehr echten Charaktere, die wunderbare Schreibe der Autorin, die sich auch in ihrer fünften Veröffentlichung im cbt Verlag wieder so fein um den Leser schmiegt, und der Gedanke, dass man eben manchmal etwas ausprobieren muss, um zu wissen, was man möchte, haben "Auf eine wie dich habe ich lange gewartet" zu dem herznahen Leseerlebnis gemacht, das ich von Pattys Romanen gewohnt bin. "Marlene löst einen ihrer Zöpfe und fängt an ihn neu zu flechten. 'Ich habe neulich in der Brigitte von meiner Mutter gelesen, dass Entscheidungen zu treffen, die schwierigste Aufgabe im Leben ist.' "Manchmal ist es erforderlich all seinen Mut aufzubringen neue Wege einzuschlagen. Wege, die ungewöhnlich und beängstigend sind, die aber dafür sorgen, dass man Erfahrungen sammelt und so die Entscheidung treffen kann, welcher nun der Richtige für einen ist. Wege, die dafür sorgen, sich selbst zu finden.

  • Svenja
    2019-05-16 12:23

    Für Laura scheint eine kleine Welt zusammen zu brechen, Aufgrund eines neuen Jobs ihres Vaters, mus sie von der Großstadt aufs Land. Und als wäre das nicht schlimm genug, muss sie all ihre Freunde zurücklassen.Doch auch wenn Laura sich anfänglich sträubt, so wird sie doch gleich gut aufgenommen und vor allem zu Irina, einem Mädchen aus ihrer Klasse, besteht gleich von Anfang an eine Verbindung.Und dann ist da noch Enzo, der immer zu mit ihr flirten und dem auch sie nicht ganz abgneigt ist.Dass ihre neuen Freunde dann aber für ein absolut emotionales Chaos der Gefühle sorgen, hätte sie wohl nicht gedacht..Gestaltung:Ich bin schon ein bisschen verliebt in das Cover, ich finde es einfach wunderschön, zudem ist es so leicht und man fühlt sich frei, wenn man es betrachtet. Schaue es mir unglaublich gerne an. :)Meinung:Von der Autorin hatte ich schon viel positives gehört und war umso gespannter auf mein erstes Buch von ihr. Es ist eine leichte und süße Jugendlektüre, die absolut in den Sommer passt. Es ließ sich also wirklich schnell lesen und ich war ratzfatz durch mit dem Buch. :)Die Idee der Geschichte finde ich wirklich gut, zwar nimmt der Klappentext viel vorweg, denn das mit dem Kuss etc. beginnt erst nach einer langen Phase in der man Laura beim eingewöhnen erlebt. Dennoch hat mich das nicht gestört, denn auch diese Phase fand ich wichtig und schön zu erleben, dennoch hab ich mich gefreut als die eigentliche Thematik losgeht.Es ist eine recht wichtige Thematik, weil es genug Jugendliche gibt die Anfangs eine gewisse Unsicherheit verspüren, was ihre Sexualität betrifft und ich finde es schön, darüber mal zu lesen. Ich fand es wahnsinnig interessant zu sehen wie damit umgegangen wird, das Buch beinhaltet auch Themen wie Ausgrenzung - wenn auch eher am Rande.Laura als Protagonistin war mir sehr sympathisch, zwar war sie mir teils zu negativ, aber in ihrer Situation ist das absolut nachzuvollziehen, denn immerhin musste sie ihr ganzes Leben hinter sich lassen. Aber dieses Verhalten legt sich mit der Zeit, ihre Verwirrung über ihre Gefühle wurden meinem Empfinden nach, sehr authentisch dargestellt und ich fand es wirklich unterhaltsam sie bei diesem Chaos zu begeleiten und habe wirklich mitgefiebert, dass sie ihren Weg findet.Mein Highlight war aber Irina, ich fand sie unglaublich toll, vor allem fand ich es schön, dass man im Laufe der Handlung viel über sie erfährt, dadurch wird sie einfach realer. Bei den anderen Charakteren, abgesehen von Laura, hatte ich leider das gefühl, dass sie ziemlich schwer ausgearbeitet waren.Aber Irina war absolut toll, sie ist so eine ganz harte, von außen. Aber in ihr erkennt man dann doch viele Unsicherheiten. Das hat sie für mich unheimlich sympathisch werden lassen.Auch die Freundschaft zu ihr und Laura fand ich gut, ich fand sie haben sich gut ergänzt und haben viele Eigenschaften des anderen hervorgehoben - so habe ich es zumindest empfunden. Außerdem erlebt man diese Freundschaft als sehr intensiv und sie nimmt insgesamt viel Handlung ein, ich mochte die beiden einfach unglaublich gerne zusammen. :)Auch hat es mir gut gefallen, wie die Umgebung beschrieben wurde. Sie war sehr lebendig und das Dorf lebte wirklich auf und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl die Sonne auf meiner haut zu spüren, während ich das Buch las.Das Ende war dann wie ich es gleich zu Anfang erwartet hatte, ich muss allerdings sagen, dass mich das ein bisschen enttäuscht hat, denn ich hätte es mir genau anders gewünscht. Von daher war die ganze Freude über das Buch, zum Ende hin ein wenig getrübt.Vor allem fand ich das Ende dann auch sehr plötzlich und wirkte auf mich sehr konstruiert, da ging für mich leider ein bisschen was verloren und ich fand es einfach unglaublich schade.Aber das ist allgemein natürlich reine Geschmacks- und Empfindungssache, bei mir hat es einfach einen etwas bitteren Beigeschmack hinterlassen.Fazit:Das Buch beinhaltet eine wirklich süße und frische Geschichte, mit tollen Charakteren und einer lebhaften Umgebung. Leichte Jugendlektüre, die für mich grad genau richtig kam und sich rein inhaltlich ein bisschen von anderen Büchern dieser Art abhebt. Nur das Ende konnte meinen persönlichen Geschmack nicht treffen.

  • AnnaSalvatore
    2019-05-02 14:11

    http://annasalvatoresbuchblog.blogspo...Als ich es in der Juli-Vorschau entdeckte, habe ich es gleich mal angefragt und auch bekommen! Es hörte sich nach einem schönen Jugend-Sommer-Roman an, und da ich ja Sommerferien habe, passt's ja ;-)Vielen Dank an den cbt Verlag :)CoverIch finde das Cover toll. Zuerst habe ich überhaupt kein Jugendbuch vermutet, und der Titel ist wunderbar in Szene gesetzt. Die Vögel haben noch eine Bedeutung fürs Buch, und der Titel passt perfekt.Idee/HandlungZuerst muss ich erwähnen, dass im Klappentext viel zu viel vorweggenommen wird. Der Kuss auf der Party passiert erst nach der ersten Hälfte des Buches! Ich empfand das als einen riesigen Spoiler, weil ich beim Lesen die ganze Zeit dachte:Wann küsst sie denn jetzt das Mädchen?!Also es geht um die 16-jährige Laura, die wider willen aus der Stadt ins Dorf zieht. Natürlich geht es zuerst um die normalen Komplikationen - Freunde, neue Schule - , später natürlich um ihr neues Leben.Prinzipiell eine mögliche Handlung eines "gewöhnlichen" Jugendbuches.Natürlich kommt dann der "Bin ich lesbisch?"-Aspekt hinzu, doch sie mag ja auch Enzo, einen süßen, blonden Italiener, sehr gern.Die Geschichte an sich fand ich dann sehr süß, und auch interessant. Außerdem gab es immer eine Prise Humor.Das Ende fand ich sehr gut gelöst. Ein ziemlich ruhiges Ende mit dem ich sehr zufrieden das Buch beenden konnte. Zwar hat es mich von einer Person sehr enttäuscht, doch gleichzeitig fand ich es auch sehr realistisch und irgendwie schön.SchreibstilDer Schreibstil hat mir sehr gefallen. Es ist ja mein erstes Buch, welches ich von der Autorin lese. Ein jugendlicher, einfacher Stil, aus der Ich-Perspektive von Laura.Manchmal kam mir Laura, wohl durch den Stil, eher wie eine 13-jährige vor, obwohl sie ja "schon" 16 ist.Aber ich hatte einen stetigen Lesefluss, und habe das ganze Buch an einem einzigen Tag gelesen. Es konnte mich also schon in gewisser Weise fesseln, aber vor allem lag es daran, dass es einfach Spaß gemacht hat, das Buch zu lesen.Die Autorin hat das Setting toll beschrieben, und ich hatte diesen Ort ganz genau vor Augen. Auch die genauen Gefühle und Personen fand ich gut dargestellt.-> Die Autorin hat ein super Schreibstil, der Spaß macht zu lesenCharaktereDie Protagonistin Laura, 16 Jahre alt, fand ich sehr sympathisch.Man kann sehr gut mit ihr fühlen, als sie aus ihrem alten Leben gerissen wird, und ich fand ihre Gedanken auch einfach super sympathisch. Die Beziehung zu ihren Eltern fand ich auch sehr schön, und man merkt, dass sie ihre Familie wirklich liebt.Bei Irina, 16 Jahre alt, dunkle Locken und etwas weiblichere Figur, bin etwas zwiegespalten. Ich mag ihre sehr eigene Art, durch die sie ein wenig zum Außenseiter wird, obwohl sie ja nur ihre Meinung sagt, und sich etwas anders anzieht.Dennoch empfand ich sie manchmal als zu selbstsüchtig und zu überheblich, und manchmal habe ich mich wirklich gefragt, was Laura so toll an ihr findet. So oder so hat sie der Geschichte einen Kick gegeben.Enzo ist ja mal ein <3-Typ. Er hat zwar nicht dieses total typische Traumtyp-Aussehen, z. B. hat er schiefe Zähne und nicht allzu viele Muskeln, doch er überzeugt durch seine herzliche, witzige Art.Meiner Meinung nach ist er tausend mal sympathischer als Irina.Die Nebencharaktere, wie Laura's Eltern, Melanie, Marlene und Lucy, fand ich sehr liebenswürdig. Sie sind sehr erfrischend ausgearbeitet und haben dem Buch durch ihre jeweils eigene Art definitiv auch Wiedererkennungswert gegeben.Fazit: Ein tolles Jugendbuch, das mich durch das Setting, den Schreibstil und die vielen einzigartigen Charaktere überzeugt hat. Ich habe es praktisch verschlungen, und empfehle es jedem, der ein etwas leichteres Sommer/Jugendbuch sucht.4,5 von 5 Sterne

  • Anyah
    2019-05-15 11:06

    Die 16-jährige Laura zieht gerade mit ihren Eltern um, von der Großstadt ins Dorf, wie sie es bezeichnet. Der Vater besteht darauf, dass es sich um eine Kleinstadt handelt. Lauras anfängliche Wut gegen ihre Eltern ist schnell verpufft. Freut sie sich doch eigentlich auf das größere Zimmer, das sie sich alleine einrichten darf und den schönen Garten, in dem sie sich selbst schon Faulenzen sieht. Allerdings ihre Clique vermisst sie bereits jetzt auf der Fahrt in ihr neues Leben. Warum musste ihr Vater nur diesen neuen Job annehmen und warum meldet sich niemand von ihren Freunden? Vermissen sie sie denn gar nicht? Laura ist hin- und hergerissen zwischen ihren Emotionen. Auf der einen Seite liebt sie ihre Eltern, beide unter 40 Jahre alt, die Mutter ein Hippie, die das Rauchen nicht aufgeben kann; der Vater, Computerfachmann, handwerklich eher unbegabt. Andererseits rebelliert sie gegen die Entscheidung der Eltern auf, will ihnen schon gar nicht zeigen, dass sie ein wenig neugierig ist, auf die neue Umgebung und dort angekommen will sie ihnen ebenfalls nicht zu deutlich werden lassen, dass ihr einiges wider Erwarten zusagt.Im Baumarkt, am nächsten Morgen, macht Laura dann sogleich Bekanntschaft mit einem ihrer zukünftigen Klassenkameraden, Enzo, der sich dort ein wenig Geld dazu verdient, mit dem Ziel, den Ort schnellstmöglich nach dem Schulabschluss verlassen zu können. Das macht ihn für Laura schon einmal sympathisch.Zunächst einmal ein großes Kompliment an den Designer des Covers, wie schon bei Patrycja Spychalskis vorherigem Werk „Bevor die Nacht geht“ ist es wieder wunderhübsch geworden und absolut stimmig zu diesem Roman. Freilich nicht nur das Cover begeistert mich auch der Roman selbst erhält meine vollste Anerkennung. Der Schreibstil der Autorin fasziniert mich dieses Mal gleichfalls außerordentlich, sie schreibt derartig frisch und in einem guten Tempo, sodass die Seiten nur dahinfliegen. Den Roman um die Jugendlichen Laura, Enzo und Irina hat sie hervorragend vollbracht, dass sich die Hauptprotagonistin entscheiden soll zwischen der Beziehung zu einem Jungen oder der zu einem Mädchen ist modern in dieser Konstellation und Patrycja Spychalski zudem außerordentlich gut geglückt. Die Unsicherheit beider Mädchen und der Konflikt in dem sie durch die Reaktionen ihrer Umwelt stecken ist deutlich herausgearbeitet durch die Autorin. Das Buch ist, wie man so schön sagt, ein wahrer Pageturner. Die Dialoge sind lebensecht und authentisch geschrieben; ich habe mich schon auf den ersten Seiten gleich heimisch gefühlt in diesem Buch. Die Charaktere sind interessant und vielschichtig, die einzelnen Szenen sind atmosphärisch tief und sehr real verfasst.Aus voller Überzeugung vergebe ich dem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es von Herzen gerne weiter. Der Roman ist als Jugendbuch veröffentlicht, er bietet jedoch ebenso Erwachsenen bestmögliche Unterhaltung und eine herrliche Leselektüre, leicht und gleichwohl feinfühlig mit fabelhaften Details geschrieben und mit einem mehr als gelungenen Ende.

  • Nicigirl85
    2019-05-13 17:24

    Titel: Der Sommer der Entscheidungen...Nachdem mir von der Autorin bereits das Buch "Bevor die Nacht geht" sehr gut gefiel, habe ich bei ihrem neuen Jugendbuch gar nicht lange überlegt, sondern wollte es einfach nur lesen. Und ich wurde wieder einmal verzaubert.In der Geschichte geht es um Laura, die aufs Land ziehen muss, was ihr so gar nicht passt. In der Stadt lässt sie nicht nur ihre Freunde zurück, sondern jede Menge Vergnügungen, die es auf dem Land einfach nicht gibt. Doch dann lernt sie Enzo und Irina kennen und freundet sich mit beiden an. Doch ist das wirklich nur Freundschaft zwischen ihnen? Schnell ist sich Laura nicht mehr sicher, was sie eigentlich fühlt und es gilt Entscheidungen zu treffen. Wird sie die richtige Wahl treffen?Durch die Ereignisse führt uns Laura als Ich- Erzählerin. Diese Perspektivwahl hat mir hier sehr gut gefallen, da man Laura samt ihrer Gefühlswelt intensiv erleben kann.Laura ist als Protagonistin ein Mädel wie du und ich. Auch wenn ich sie nicht sofort mochte, konnte ich ihren Zorn sehr gut nachvollziehen, denn jeder muss sich irgendwann mal im Leben den Entscheidungen der Eltern beugen, egal ob es einem passt oder nicht. Doch auch die Nebencharaktere wussten zu überzeugen. Mein persönliches Highlight dabei Lauras Mutter, die mich durch ihre verständnisvolle Art sofort für sich einnahm.Das Gefühlschaos von Laura war wirklich sehr glaubhaft dargestellt und damit gelang es der Autorin mich in meine eigene Jugend zurück zu versetzen. Man fühlt und leidet mit Laura und ist einfach nochmal gemeinsam mit ihr jung.Der Schreibstil der Autorin reißt einen direkt mit. Man wird regelrecht in die Geschichte gesogen.Das Thema Selbstfindung und auf welches Geschlecht stehe ich eigentlich, ist sehr gekonnt und liebevoll umgesetzt. Es gibt keinen erhobenen Zeigefinger und keine Lenkung in die eine oder andere Richtung, den der junge Leser soll sich selbst seine Gedanken machen.Das offene Ende hat mich überrascht, aber irgendwie verstehe ich die Autorin, dass sie diesen Weg geschaffen hat, denn so kann sich jeder sein eigenes Ende spinnen.Fazit: Eine zarte Liebesgeschichte so leicht wie Erdbeerküsse, die mich vollends überzeugen konnte. Nicht nur etwas für die Sommerferien. Lesenswert, ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen!

  • Leseengel
    2019-05-19 13:28

    Inhalt:Laura und ihre Eltern ziehen aufs Land, da ihr Vater dort eine Stelle angenommen hat. Sie liebt es in der Großstadt zu leben und hat überhaupt keine Lust auf das langweilige Dorf. Dort trifft sie auf Enzo, den charmanten halb Italiener, bei dem sie immer ein kribbeln im Bauch und auf Irina mit der sie sich von Anfang an gut versteht.Meine Meinung:Mich hat das Cover direkt an den Sommer erinnert. Dieser blaue Himmel, die fliegenden Gänse und die pinke Schrift sind irgendwie dezent und verraten nicht viel über den Inhalt. Es ist sehr freundlich und hell, mich hat es sehr angesprochen. Das Cover und der Arktikel sind die perfekte Wahl, da sie auch im Inhalt aufgegriffen werden.Ich mochte Irina, Enzo und Laura sehr gerne. Sie sind sehr individuell und haben einen starken Charakter. Jeder steht in seinem Leben woanders und hat seine Probleme. Vor allem in Laura konnte ich mich gut hineinversetzen, sie ist sich noch nicht sicher was sie in ihrem Leben will, ist hin-und hergerissen und hat Angst wie andere sie wahrnehmen. Ich glaube dieses Gefühls wirr-warr hatte schon mal jeder und so fühlt man sich gleich mit den Charakteren verbunden. Die Geschichte ist sehr realistisch, nichts wirkt aufgesetzt oder überdreht. Die Gefühle und Emotionen sind berechtigt und echt.Obwohl das Buch nicht lang ist, wusste ich nicht wie es am Ende aus geht, es sind immer wieder Wendungen darin und Überraschungen. Bei manchen Stellen hätte man noch mehr herausholen können oder es etwas detaillierter beschreiben können. Trotzdem ist mir nicht langweilig geworden und es hat sich leicht lesen lassen. Ich finde auf jeden Fall das, dass Buch sehr gut in den Sommer passt, es spielt im Sommer und die Geschichte ist einfach leicht. Mich hat es auf ein paar Ideen gebracht, die ich in den Sommerferien unbedingt machen muss. Aber obwohl das Buch einfach und leicht ist hat es mich trotzdem berührt und zwar auf keine kitschige Weise sondern einfach echt.Die Autorin hat die Orte sehr gut beschrieben, ich kam mir vor als würde ich durch das Dorf laufen, auf den Feldern spazieren und zur Schule gehen.Fazit:Mir hat das Buch viel Freude bereitet und ich hab es kaum aus der Hand gelegt. Es war leicht und sommerlich, mit vielen Gefühlen. Die Autorin hat realistische und tolle Persönlichkeiten erschaffen, die man schnell ins Herz schließt.

  • Nici's Buchecke
    2019-04-29 13:21

    Diese Buch zu beurteilen fällt mir gar nicht so leicht, wie ich ehrlich zugeben muss. Mir gefiel das Cover sehr gut und richtig an sprach mich die Thematik, die im Klappentext angesprochen wurde. Gerade da das Buch auch ab 14 Jahre ist, ist es eine Thematik die gut in diese Altersgruppe passt. Wenn Jugendliche gerade beginnen sich mit ihrer sexuellen Orientierung auseinanderzusetzen ist manchmal ein Roman wie dieser sicher hilfreich.Laura ist ein Mädchen, was in ihrer Umgebung selbstsicher und gefestigt ist. Durch den Umzug ändert sich das, sie mag das ruhige Landleben zu Beginn überhaupt nicht und zieht sich auch ein wenig für sich zurück.Ich fand ihren Charakter eigentlich ganz angenehm, auch wenn sie einerseits sehr erwachsen und auf der anderen Seite sehr unerfahren wirkt.Irina war hingegen ein richtige Rebellin, die ihren Stil bereits gefunden hat. Aber auch sie hat ihre Geheimnisse.Enzo, der männliche Part in dieser Geschichte, kam für mich leider etwas zu kurz und ich hätte gern mehr über ihn und seine Gedanken erfahren. Er nimmt in diesem Buch nur eine Nebenrolle ein, ganz gegen meiner Erwartung.Die Geschichte liest sich angenehm und durch die große Schrift ist es auch schneller beendet als gedacht.Seit dem Kuss mit Irina ist Laura, was ihre sexuelle Orientierung betrifft, verwirrt und versucht mehr darüber herauszufinden. Diese Selbstzweifel und den Weg der Findung hat die Autorin hier sehr gut vermittelt.Leider muss ich sagen, ist das Ende für mich eher zweifelhaft. Der Leser wird vor ein ziemlich offenes und unbefriedigendes Ende gestellt. Natürlich könnte man sich nun seine eigenen Gedanken machen und dies als Freiraum bezeichnen, aber ich fand es eher schlecht. Irgendwie wirkt die sonst so schöne Geschichte ein wenig abgehackt.Ich blieb daher mit Fragezeichen im Kopf zurück und war ein wenig enttäuscht.

  • Am_Regengehirn
    2019-05-11 13:26

    4 ☆☆☆☆Das erste Drittel des Buches konnte mich nicht wirklich überzeugen. Es ist eigentlich nicht wirklich etwas passiert, nur der Umzug und die neue Situation in der Schule wurden ausführlich beschrieben. Auch wirkten meiner Meinung nach die Dialoge etwas aufgesetzt und unecht. Nur Lauras Freundschaft zu Irina und die Gefühle für Enzo wurden sehr gut dargestellt. Doch ab der Party, als Irina Laura geküsst hat, hat mich die Geschichte wirklich umgehauen. Alles wirkte sehr realistisch und ich konnte Lauras Gefühle und Zweifel vollkommen nachvollziehen. Auch der Schreibstil hat mir später besser gefallen, es wurde nicht mehr alles so genau beschrieben und die Handlung ging zügiger voran. Leider hat mir das Ende nicht so gut zefallen, aber das ist nur meine persönliche Einschätzung, denn an sich war das Ende logisch nachvollziehbar und realistisch. Wäre der Anfang des Buches nicht so schleppend gewesen, hätte es von mir 5 ☆☆☆☆☆ bekommen. Alles in allem ein wirklich gutes Jugendbuch, das ich jedem empfehlen kann.