Read Gegen die Welt by Jan Brandt Online

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Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossenerEin Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigenMöglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Kuper beginnt einen Kampf gegen das Dorf und seine Bewohner. Sie sind es, gegen die er aufbegehrt, und sie sind es, gegen die er am Ende verliert.›Gegen die Welt‹ ist ein großer deutscher Roman: über die Wende in Westdeutschland, über Popkultur in der Provinz und über Freundschaften, die nie zu Ende gehen....

Title : Gegen die Welt
Author :
Rating :
ISBN : 9783832185664
Format Type : ebook
Number of Pages : 800 Pages
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Gegen die Welt Reviews

  • Alexandra
    2019-04-14 03:34

    Was ist eigentlich in letzter Zeit mit mir und den von renommierten Kritikern so hochgelobten aktuellen Büchern los? Entweder bin ich verrückt, oder die Kritiker haben sich blenden lassen.Jan Brandt hat also den grossen deutschen Roman geschrieben. Erkenntnis der letzten beiden Wochen: Mittlerweile muss ich nicht nur vor dem großen amerikanischen Roman auf der Hut sein, sondern vor allen "grossen Romanen" auch wenn es deutsche sind. Warum?Das ist einfach erklärt. In diesem grossen deutschen Roman passiert zuerst auf 213 Seiten fast gar nix, zwar sprachlich wunderbar arrangiert, aber kaum ein Ereignis, keine Geschichte, keine Substanz, wirklich ein Nichts aber qualitativ hochwertig episch extrabreit aufbereitet - ein sprachliches Luxus-Nichts. Damit dem Leser danach auch nicht fad wird, muss er anschliessend ordentlich gequält, die Seite in zwei Teile oben und unten geteilt werden und in beiden Bereichen laufen unabhängig voneinander zwei Geschichten ab, die ständig durch vor- und zurückblättern qualvoll rezipiert werden müssen. Leute ich lese ein Buch sequentiell ( Hallooo!!! Das ist Sinn und Zweck vom traditionellen Medium Buch), ansonsten würde ich mir eine Website mit Hypertext-Links vornehmen. Das ist so, wie wenn man eine total langweilige Frau ganz krass und augenzerfetzend schreiend schminken würde, damit man vertuscht, wie flach und substanzlos sie ist. Bei Männern hinkt der Vergleich nur, weil man sie nicht schminken würde, aber setzen wir einen solchen Langweiler einen Mehlwurm.... in einen total grässlichen dottergelben Lamborghini, da vergisst man ob des grässlichen Autos schon mal darauf, sich den Menschen hinter dem Volant anzusehen. Weiters existieren bei diesem gefallsüchtigen geteilen Rezeptions-Arrangement noch dazu mehrere gravierende Umbruchsfehler (S. 266, 267f unten)- was in dieser Konstellation extrem verwerflich ist. Weil ich mich von niemandem gerne für nicht vorhandene Qulität und Inhalt quälen lasse, breche ich nun auf Seite 275 sehr genervt ab und lese jetzt was gscheites, eine einfache Geschichte, die Seite für Seite spannend etwas erzählen möchte, so wie dies Aufgabe eines Buches ist. Fazit - grässlich, grausam, fürchterlich, selbstverständlich sprachlich super - aber cui bono?

  • Chris
    2019-04-02 08:18

    Ein besonderes Buch. Es ist einzigartig und hat wunderbare Eigenheiten, die man sich bei anderen Werken auch wünschen würde, eben zum Zweck der Abwechslung, Innovation.Aber: der Inhalt hat mich leider nicht wirklich fasziniert, auch wenn ich nie wirklich gelangweilt wurde. Ich werde aber aufjedenfall die oben genannten Eigenheiten in Erinnerung behalten, was auch inspirierend sein kann ;)

  • Nathan
    2019-04-20 00:24

    This might be something .http://press.uchicago.edu/ucp/books/b...

  • Gernot
    2019-04-06 00:17

    Ich habe das Buch auf einer Lesung von Jan Brandt kennengelernt. Und ich muss gestehen, sonst hätte ich mir das Buch nie gekauft. An sehr vielen Stellen traf ich im Buch auf alte Bekannte, seien es Menschen, Moden, Dinge oder Städte.Allerdings wollte - IMHO - Jan Brandt dann doch ZUviel reinpacken. Die geteilten Seiten, die unterschiedlichen starken Drucke sind nette Features, ich persönlich fand sie dann doch unnötig.Ich empfehle das Buch weiter, aber der ganz große Knaller fand ich war's nicht.

  • Devi
    2019-04-08 07:35

    Das Buch hatte für mich zwischenzeitlich ein zwei Längen gehabt, aber nachdem ich über die Hälfte des Magnus Opus drüber hinweg war und mein Kopf frei für die Geschichte, fand ich die Lektüre recht toll geschrieben und der Protagonist Daniel Kuper kam mir emotional näher als ich manches mal es gewollt hatte.

  • Enzo
    2019-03-24 00:37

    Nostalgietrip für Kinder der späten 80er/90er, Kindheit und Pubertät in der Provinz (mit/ohne Aliens), Parkas, Orientierungslosigkeit. Erinnert mich streckenweise an Faulkner in der Verwebung der einzelnen nicht-chronologischen Szenen. Zwei geglückte Formexperimente (Bahngleise und verblassende Schrift). Im Laufe des Romans tun sich immer wieder weitere Abgründe auf, in der Familie Kuper, der Dorfgemeinschaft. Brandt schafft es, dem Dorf Leben einzuhauchen, ihm eine Geschichte zu geben und seine Veränderung über die Jahre darzustellen. Stellenweise ist das Buch traurig, manchmal ist man verblüfft über die Verdorbenheit, es hat sicherlich seine Längen, aber kann auch sehr spannend sein. Vor allem zum Ende hin war es für mich spannend, wobei man mit einem gewissen Interesse und Fragen liest, die nicht restlos beantwortet werden. Darüber möchte ich mich nicht beschweren, das finde ich vielleicht sogar besser so, aber manchen Leser mag das abstoßen. Ein ähnliches Buch, das mich auch in ähnlicher Weise fasziniert hat, war zuletzt Skippy Dies, das auch von einer Gruppe Jungen handelte, die mit dem Erwachsenwerden straucheln. Dort lag der Fokus noch mehr auf den Charakteren, hier eher auf die ganze dörfliche Gemeinde, in der sie leben.

  • DuMont Buchverlag
    2019-04-21 03:44

    „Ein berührendes, aufwühlendes und brillantes Buch und das deutsche Debüt des Jahres!“BÜCHER„Ein Debüt, das aufs Ganze geht.“BOERSENBLATT.NET„Eine zu Herzen gehende Geschichte (…) und auch optisch ausnehmend schönes Buch. Ein grandioser Rundumblick auf eine kleine Welt, in der sich mehr von der großen Welt da draußen widerspiegelt als ihre Bewohner manchmal erkennen können."SPIEGEL ONLINE„Ich habe selten etwas von einem neuen Autor gelesen, das mich auf so vielen Ebenen begeistert, erinnert, unterhalten und fasziniert hat, und prognostiziere ihm einen durchschlagenden Erfolg!“EMOTION.DE„Es fehlt ja sonst so oft an Genauigkeit, an Sprachgefühl, Liebe zum Gegenstand und Wut über den Zustand der Welt. All das gibt es in Brandts Buch. (…) Jan Brandt zeigt, was für ein guter Erzähler er ist, wie genau er beobachtet, wie er unterschiedliche Tempi beherrscht und wie er eine Geschichte verknappen und beschleunigen kann.“FAS„Brandts halluzinogener Roman „Gegen die Welt“ ist ein Wunderwerk über Erwachsenwerden in der Provinz, Freundschaften, weites Ostfriedland, den noch weiteren Pop und sowieso, über den ganzen Rest.“STERN

  • Kixka Nebraska
    2019-03-29 02:38

    921 Seiten. Davon 642 vor den Sommerferien geschafft, doch den Brikett für die letzten paar Seiten mit in den Urlaub zu nehmen - da erschien mir ein Kindle reizvoller. Mit dem Ergebnis, dass ich bei Game of Thrones jetzt dort am Anfang des 3. Bandes stecke und Gegen die Welt erst jetzt zu Ende lesen konnte. Zwischendurch durchaus gute Passagen, eine Sprache, die der Landschaft und der Geschichte entspricht. Eine öde Jugend auf dem Land in den Achtzigern, einiges davon kam mir durchaus bekannt vor. Doch zum Ende hin - immerhin durchgehalten, bis zum Abbruch hat es nicht gereicht, wurde es mir zu diffus, viel zu konstruiert, dagegen war der auch schon skurrile Auftakt fast glaubwürdig. Empfehlen würde ich es nur sehr speziellen Menschen. Bitte melden, falls ich es wem ausleihen kann...

  • Creeky78
    2019-03-29 04:37

    ...bin mir nicht so ganz sicher, was ich von dem Buch halten soll. Insgesamt fand ich es sehr gut. Ok, daher auch die 4 Sterne. Zwischendurch war es ein wenig langatmig. Was aber gewollt sein konnte, um die Beschaulichkeit des eher ländlichen Lebens nachzuzeichnen. So interpretiere ich es mal und finde es daher auch gelungen.Ein wahrer Leseschmauß für mich war der Abschnitt mit Stefan und Steffi. Der Teil ist aus meiner Sicht sehr rasant und (zumindest für mich) interessant geschrieben. Und der Gipfel dabei aus meiner Sicht, wie er ihr erklärt, sie sei eine Nummer. Was für eine, solltet ihr selber nachlesen ;o)Insgesamt lohnt es sich! Viel Spaß beim Lesen

  • Ulli
    2019-03-29 00:36

    Hui, dieses Buch hat mich mit sehr vielen Fragezeichen zurückgelassen.

  • Uwe Hauck
    2019-04-01 06:45

    Sehr lesenswerter Roman, anspruchsvoll ohne zu langweilen.